| Im Frühjahr 1985 begannen Alik
Granowskij und Wladimir Cholstinin an ihrem Debütalbum Manija
Welitschija zu schreiben. Nachdem sie Wiktor Wekschtejn zum
Verwalter ihrer künftigen Musikgruppe erhoben und sich die
Erlaubnis, in seinem Studio aufzunehmen, gesichert hatten, gab
es nur noch einige freie Positionen, die es zu besetzen galt.
Von Lejsja Pesnja holten sie sich den Sänger Walerij Kipelow,
Schlagzeuger Aleksander Lwow und Keyboarder Kirill Pokrowskij
kamen Pojuschtschie Serdza. Damit bestand Arija
beachtlicherweise gänzlich aus Ex-Mitgliedern anderer
Musikgruppen, denn auch Granowskij und Cholstinin stammten aus
der Gruppe Alfa. Die
Veröffentlichung des Debütalbums am 31. Oktober 1985 galt
zugleich als die Geburtsstunde Arijas und wird bis auf den
heutigen Tag von Arija jährlich gefeiert. Schon1986 kam nach dem
Erfolg des ersten das zweite Album namens S kem ty? heraus.
Mittlerweile hatte man sich extra für die Konzertauftritte auch
einen zweiten Gitarristen ins Boot geholt. Andrej Bolschakow von
der Gruppe Bim Bom besetzte künftig diese Position. Außerdem
wurde Lwow, der nun weiterhin als Klangtechniker fungierte, von
Igor Moltschanow (auch von der Gruppe Alfa) am Schlagzeug
ersetzt. Arija errang bereits mit dem zweiten Album viele Plätze
in den Hitparaden von allerlei Zeitungen.
Im Jahr 1987 zerrissen schwere Dispute die
Gruppe und nach einer Tour im Januar quittierten Granowskij,
Bolschakow, Pokrowskij und Moltschanow; nur Kipelow und
Cholstinin blieben zurück. Wider Erwarten wurden die leeren
Posten neu besetzt mit Witalij Dubinin als Bassist, Sergej
Mawrin als zweiter Gitarrist und Maksim Udalow als Schlagzeuger;
und nach einer gemeinsamen Tour waren auch alle Gerüchte über
den Tod der Gruppe wieder aus der Welt geschaffen. Mit ihrem
dritten Album Geroj Asfalta erzielten Arija im August 1987 erste
Verkaufserfolge: über eine Million verkaufte Tonträger, alle
Arija-Touren waren ausgebucht und ein Musikvideo zu Uliza
ros, deutsch: Straße der Rosen) mit tosenden Fanmassen konnte
1988 gedreht werden. Zudem traten in diesem Jahr Arija zum
ersten Mal in Berlin vor 120.000 Zuschauern auf. Im Oktober des
Jahres baute sich allerdings ein großer Konflikt zwischen der
Gruppe und ihrem Verwalter Wekschtejn auf, wodurch Udalow
frustriert die Gruppe verließ. Schließlich fand man Ersatz in
Aleksandr Manjakin und auch der Verwalter wurde durch Jurij
Fischkin ersetzt. Gemeinsam schrieb man nun am neuen Album Igra
s ognjom, das 1989 herauskam.
1990 unterschrieben die beiden
Mitglieder Dubinin und Mawrin einen Vertrag mit einer deutschen
Musikgruppe und verschwanden nach München. Ihre Plätze wurden
ersetzt durch Dmitrij Gorbatikow und Aleksej Bulkiin, jedoch
kehrten schon fünf Monate später die beiden aus Deutschland
zurück und man spielte ab August wieder in der alten
Aufstellung. Im Oktober begannen die Arbeiten an dem nunmehr
fünften Album Krow sa krow und nach einem ausgiebigen Festival
zum fünfjährigen Jubiläum von Arija kündigte man an, die
Gruppenaktivitäten ein wenig zurückzufahren.
1994 ließ die Gruppe wieder von sich
hören, als sie ein eigenes Studio Aria Records gründete
und einen Fünfjahresvertrag mit MOROZ Records
unterschrieb. Arija tourte wieder in Deutschland zwei Wochen
lang, wo sie Konzerte in sieben Städten gab (unter anderem im
Hard Rock Cafe Berlins). Allerdings verschlechterte sich das
Verhältnis zwischen der Gruppe und den Organisatoren im Verlauf
der Tour zusehends. Nachdem diese beendet war, erschien auch
Sänger Walerij Kipelow nicht mehr im Studio und man suchte
zwischenzeitlichen Ersatz in Aleksej Bulgakow.
Im Januar 1995 verließ daraufhin Sergej
Mawrin die Gruppe in dem Glauben, dass Arija ohne Kipelow
einfach nicht erfolgreich sein könnte. Auch er wurde - zuerst
nur zeitlich bedingt - durch Sergej Terentjew ersetzt. Terentjew
wurde später aber permanentes Mitglied der Gruppe. Kipelow sang
währenddessen für Master, eine Musikgruppe, die aus den alten
Arija-Mitgliedern besteht, die 1987 die Gruppe verlassen haben.
Kipelow kehrte jedoch zurück, nachdem MOROZ Records ihm
mit Sanktionen wegen eines Vertragsbruches drohten und man
begann mit der Aufnahme des neuen Albums. Vier Jahre nach der
Veröffentlichung von Krow sa krow erschien dieses
letztendlich gegen Ende des Jahres unter dem Namen Notsch
korotsche dnja. Des Weiteren wurde noch ein Video zu Wosmi mojo
serdze aufgenommen und der Verwalter wurde durch Sergej Sadora
ersetzt. Die Gruppe veranstaltete wieder eine Reihe von
Konzerten und nahm auch ihr erstes Konzertalbum Sdelano w rossii
auf, welches wiederum 1996 erschien.
Im Sommer 1997 beschäftigte sich Arija
auch mit zwei weiteren Projekten:
Einerseits schrieb Kipelow mit den
ehemaligen Mitgliedern Mawrin und Granowskij an Smutnoje wremja
und anderseits wurde AwaRIJA durch Dubinin, Cholstinin und
Manjakin realisiert. Außerdem schrieb man schon an dem neuen
Album Generator sla, welches dann 1998 herausgegeben wurde.
Mitte 1999 schrieben Arija an dem
Tributalbum Tribute to Harley-Davidson und zur
Jahrtausendwende erschien
2000
Dwjesti-i-odna notsch. Die nunmehr sechzehn Jahre alte Gruppe
veröffentlichte im April 2001 Chimera. Hervorzuheben wäre das
Lied Schtiel, deutsch: Windstille, das Arija zusammen mit Udo
Dirkschneider aufnahm, dem Sänger der deutschen Band U.D.O.
sowie ex-Sänger von Accept. Dirkschneider nahm am Dreh des
Musikvideos sowie an der folgenden Chimera-Tour teil.
Allerdings kam es bald wieder zu
Spannungen zwischen den Musikern und der Verwaltung. Während der
Tour Klassitscheskaja arija, deutsch: Klassische Arie
kündigte Sänger Kipelow an, dass er eine eigene Gruppe gründen
möchte und weigerte sich, seine Stimme für das von Cholstinin
und Dubinin bereits geschriebene Album zu geben.
Als die Tour, mittlerweile von der
Verwaltung Grüne Meile (in Amerika der Weg von der
Todeszelle zur Gaskammer) genannt, letztendlich in einem letzten
Konzert namens Sudnyj djen, deutsch: Der jüngste Tag am
31. August 2002 gipfelte, verließen Kipelow, Terentjew und
Manjakin die fünfköpfige Gruppe und gründeten tags darauf ihre
eigene Musikgruppe, die sie zu Ehren ihres Sängers Kipelow
benannten. Wiederum befand sich Arija in einer schweren Krise.
Es kursierten Gerüchte, dass Cholstinin nun Arija völlig
aufgeben würde und ebenfalls eine neue Gruppe namens Chimera
startete. Doch letztlich fand man Ersatz für die verwaisten
Posten. Aus der Gruppe Zooom sollte Artur Berkut künftig
am Mikrofon stehen und Sergej Popow die zweite Gitarre spielen.
Außerdem wurde Maksim Udalow für das Schlagzeug wieder
zurückgeholt. Schon Ende des
Jahres arbeitete man gemeinsam an einigen neuen Varianten von
Schtiel und Kolisej, deutsch: Kolosseum.
Auch ein neues Konzertalbum namens W
poiskach nowoj schertwy, deutsch: Auf der Suche nach einem neuen
Opfer)wurde 2003 veröffentlicht. Schon im selben Frühjahr
erschien das neue Album Kreschtschenie ognjom, deutsch: Die
Feuertaufe und damit auch ein Video zu Kolisej.
2004 erschien erneut ein Konzertalbum,
diesmal mit dem Namen Schiwoj ogon, deutsch: Das lebendige
Feuer, welches mit CDs und DVDs herausgegeben wurde.
Schon im Herbst desselben Jahres kündigte
man das neue Album Armageddon an, das 2006 erschien.
Zuvor wurde aber noch der Auszug
Tschudschoj, deutsch: Fremder veröffentlicht.
Zuletzt wurde 2007 ein neues Konzertalbum
Pljaska ada, deutsch: Der Höllentanz herausgegeben. |