|
AC/DC ist eine australische Hardrock-Band, die Ende des
Jahres 1973 von den in Schottland geborenen Bruedern Angus
McKinnon Young und Malcolm Young gegruendet wurde. Ihre Musik
wird dem Hard Rock oder Bluesrock zugerechnet. Sie gehoeren zu
den bekanntesten Vertretern dieser Genres.
AC/DC
verkaufte bisher mehr als 200 Millionen Alben weltweit, darunter
69 Millionen Alben in den USA.Back in Black ist die weltweit
zweitbest verkaufte Platte der Geschichte mit schaetzungsweise 42
Millionen mal, davon alleine in den USA 22 Millionen Stueck.
Damit ist es auch in den USA eines der meistverkauften Alben
aller Zeiten. AC/DC ist auf der VH1-Liste der 100 besten Hard-Rock Bands auf Platz Vier und Siebter auf der Größten Heavy-Metal Bands aller Zeiten-Liste von MTV. Im Jahr 2004
wurde die Band zur Nummer 72 auf der Rolling-Stone-Liste der 100
größten Kuenstler aller Zeiten gewaehlt.
1963
zogen Malcolm und Angus Young sowie deren Bruder George mit
ihrer Familie von Glasgow nach Sydney. George Young spielte
Gitarre bei den Easybeats (Die
Easybeats wurden bekannt mit ihrem Hit „Friday on My Mind“).
Malcolm und Angus Young nahmen sich ihren älteren Bruder zum
Vorbild und begannen, Gitarre zu lernen. Malcolm Young schloss
sich einer Band namens „Velvet Underground“ an (nicht zu
verwechseln mit der US-amerikanischen
Band gleichen Namens).
Im
November 1973 gründete Malcolm Young mit Bruder Angus seine
eigene Band namens „AC/DC“, nachdem er seinen Beruf als
Maschinenschlosser aufgegeben hatte. Angus Young hatte nach der
Schule vorübergehend als Pförtner und Schriftsetzer gearbeitet,
fühlte sich aber mehr und mehr zur Musik hingezogen. Chuck Berry
oder Muddy Waters, sowie die Rolling Stones faszinierten ihn.
Die Band verpflichtete den Schlagzeuger Colin Burgess, den
Bassisten Larry Van Kriedt sowie Sänger Dave Evans.
Auf
den Namen AC/DC kam die Band durch Margret, die Schwester der
Young-Brüder. Sie sah die Aufschrift „AC/DC“ (Alternating
Current/Direct Current – Wechselstrom/Gleichstrom) auf der
Nähmaschine der Familie und fand, dass diese Abkürzung die
kraftvolle Musik der Band ideal symbolisieren würde.
Ebenfalls auf Margret Young ging der Vorschlag zurück, Angus
solle seine alte Schuluniform auf der Bühne tragen, da er es
sich in seiner Teenager-Zeit angewöhnt hatte, die Uniform nach
der Schule für den Rest des Tages anzubehalten. Bis heute
trägt Young bei fast allen Auftritten von AC/DC maßgeschneiderte
Uniformen in unterschiedlichen Farben. Durch dieses extravagante
Outfit wurde er das optische Erkennungszeichen der Band. Auch
die Angewohnheit Youngs, gelegentlich im Liegen zu spielen, geht
auf einen seiner frühen Auftritte zurück, bei dem er über ein
Kabel stolperte. Um die Peinlichkeit zu überbrücken, spielte er
im Liegen weiter. Später brachte die Uniform einen zusätzlichen
Nutzen: Young war einer der ersten Gitarristen, die einen
Funksender verwendeten, weil die Verkabelung ihn bei seinen
lebhaften Auftritten behinderte. Da die nötige Technik damals
noch nicht in den heute üblichen handlichen
Bodypacks untergebracht werden konnte, wurde der Sender
kurzerhand in einen Schulranzen eingebaut, den Young sich
während des Auftritts auf den Rücken schnallen konnte.
Der
erste Auftritt der Band fand am Silvesterabend 1973 in Sydney im
Nachtclub „Chequers“ statt. Zur Zeit der ersten Konzerte war
Angus Young noch nicht volljährig, so dass er nach den Konzerten
nach Hause gefahren werden musste und auch nicht an den
obligatorischen Alkoholexzessen teilnehmen durfte. Im Februar
1974 wurde dann die erste Single „Can I Sit Next to You Girl?/Rockin'
in the Parlour“ mit Sänger Dave Evans aufgenommen, die am 22.
Juli desselben Jahres in Australien und Neuseeland erschien.
Bon Scott
Nachdem Dave Evans wegen Unstimmigkeiten mit dem Rest der Band
durch Bon Scott ersetzt wurde, kristallisierte sich der Stil
heraus, der bis heute unverwechselbar ist. Der wesentlich ältere
Scott sang vorher bei „The Spektors“ (1964–66), „The Valentines“
(1966–70) und „Fraternity“ (1970–73).
Durch
ausgiebige Touren in Australien machte sich die Band schnell
einen Namen. Bald stellten sich erste Auslandserfolge ein, und
man veröffentlichte die LP „High Voltage“ (1976), eine
Zusammensetzung aus den jeweils nur in Australien erschienenen
LPs „High Voltage“ (andere Version) und „T.N.T.“.
Nachdem AC/DC im Frühjahr 1976 einen Vertrag bei Atlantic
Records unterzeichnet hatten, begannen sie mit Touren durch die
USA und Großbritannien; innerhalb weniger Jahre produzierten sie
mehrere erfolgreiche Alben, wie etwa „Dirty Deeds Done Dirt
Cheap“ (1976), das erst 1981 in den USA erschien und „Let There
Be Rock“ (1977). Bis dahin hatte die Band ihren
charakteristischen Sound gefunden, hauptsächlich bestehend aus
Malcolm Youngs druckvollen und rau gespielten
Powerchords, Angus Youngs vom
Blues beeinflusster Leadgitarre und Bon Scotts vom Gebrauch der
Kopfstimme bestimmten Gesang.
Nach „Let
There Be Rock“ verließ Mark Evans wegen Unstimmigkeiten mit
Angus die Band und wurde durch Cliff Williams ersetzt, der bis
heute Bass spielt.
Mit „If
You Want Blood You've Got It“ brachte AC/DC unter Bon Scott auch
ein Live-Album auf den Markt.
Als in
Großbritannien 1977 die Punkwelle ins Rollen kam, stürzte das
viele bis dahin erfolgreiche Rockbands in eine Krise. Die
Popularität von AC/DC nahm vergleichsweise wenig Schaden,
wahrscheinlich weil ihre Liveauftritte denen einer Punk-Band
nicht unähnlich waren, und weil der Punk sich gegen zwei
Entwicklungen in der Rockmusik richtete, die man AC/DC nicht
vorwerfen konnte: Zahnlosigkeit und Verstiegenheit. Das erklärte
Angriffsziel der Punk-Bewegung waren arrivierte Rockbands wie
Genesis, Pink Floyd, Deep Purple und Led Zeppelin. Verglichen
mit diesen Gruppen klang AC/DC fast so roh und ungekünstelt wie
eine Punk-Band.
Das
nächste Album war „Highway to Hell“. Die ersten Aufnahmen gingen
verloren, weshalb der dafür verantwortliche Produzent durch
einen anderen ersetzt wurde. Später wurde ein Teil dieser
Aufnahmen wiederentdeckt und auf der Bonfire-Box veröffentlicht.
Als das Album 1979 erschien, gelangte es bis auf Platz acht der
britischen LP-Hitparade und blieb dort 32 Wochen.
Kurz
nach der Veröffentlichung von „Highway to Hell“ verstarb Bon
Scott. Am Dienstag, den 19. Februar 1980, wird im Radio BBC
London folgende Nachricht ausgestrahlt: "Heute Mittag wurde im
südlichen Teil Dulwich die Leiche des AC/DC-Sängers Ronald
Belford Scott gefunden. Wie das AC/DC-Management mitteilte,
starb Bon Scott an Alkoholvergiftung und infolge Erstickens
durch Erbrochenes im Auto seines Freundes Alistair Kinnear. Bon
Scott wurde 33 Jahre alt. AC/DC halten sich in London auf, um an
den Aufnahmen der nächsten LP zu arbeiten. Weiter hieß es, alle
Gruppenaktivitäten seien bis auf weiteres auf Eis gelegt". Noch
im Februar wurde seine Leiche nach Australien überführt. Am
1.März 1980 wurde er im Kreise seiner Familie und seiner
Band-Kollegen beigesetzt.
Da
Scott mitten in den Aufnahmen zu einem neuen Studioalbum
gestorben war, hatte man bereits einiges an Material komponiert,
so dass nach der Verpflichtung des neuen Sängers Brian Johnson
das Album „Back in Black“ bereits nach kurzer Zeit
veröffentlicht werden konnte. Back in Black ist das bis heute
erfolgreichste AC/DC-Album und gehört mit ca. 42 Millionen
verkauften Exemplaren zu den meistverkauften Platten
überhaupt. Allein in den USA ging es über 21 Millionen mal über
den Ladentisch.
1981
erschien das Album „For Those About to Rock“. Die Lautstärke,
mit der die Lieder aufgenommen wurden, veranlasste den
Musikkritiker Tom Graves zu der Rezension: „Das ist ein weiteres
Meisterwerk aus der Brian-Johnson-Ära. Das Titellied wurde zur
‚Unterschrift‘ der Band und wird bei den Konzerten mit allem
pyrotechnischem Schnickschnack gespielt. Es ist ein Muss für
diejenigen, denen es nichts ausmacht, völlige Taubheit zu
riskieren.“
Vor
der Produktion des Albums „Flick of the Switch“ schied Phil Rudd
wegen psychischer Probleme und Alkoholabhängigkeit aus. Sein
Nachfolger wurde Simon Wright, mit dem auch das folgende Album „Fly
on the Wall“ produziert wurde.
1986
steuerten AC/DC dann den Soundtrack zu dem Stephen-King-Film
„Rhea M – Es begann ohne Warnung“ („Maximum Overdrive“) bei: „Who
Made Who“. Obwohl insgesamt nur drei neue Lieder auf der Platte
zu finden waren, erreichte sie eine Chartplatzierung und
markierte das Ende der kreativen Talsohle, in der sich die Band
seit „For Those About to Rock“ befand.
Das
nächste Album, „Blow Up Your Video“, wurde wieder mit ihren
ersten Produzenten, George Young und Harry Vanda, aufgenommen.
Die Single „Heatseeker“ schaffte es im Januar 1988 auf Platz 12
der englischen Hitparade.
Während der Tour zu „Blow Up Your Video“ musste sich Malcolm
Young einer viermonatigen Alkohol-Entziehungskur unterziehen;
währenddessen vertrat ihn sein Neffe auf den Konzerten.
Ebenfalls 1990 verließ Simon Wright die Band und wurde durch den
ehemaligen Schlagzeuger der „Manfred
Mann's Earth Band“, Chris Slade ersetzt.
limited
Nach
Beendigung der 1988er-Tour nutzten AC/DC das Jahr 1989 zum
Schreiben und Proben neuer Songs. Das Comeback schafften sie mit
der Veröffentlichung von „The Razors Edge“ im Jahr 1990. Da
Wunschproduzent George Young terminlich verhindert war, wurde
das Album von Bruce Fairbairn, der auch schon mit Bryan Adams
und Bon Jovi gearbeitet hatte, im Frühjahr des Jahres in Kanada
produziert. Mit diesem Album meldeten sich AC/DC inklusive der
Hit-Single „Thunderstruck“ auf der Rockbühne zurück und
erlangten in kurzer Zeit mehrere Platinauszeichnungen und
TopTen-Platzierungen in Europa, Australien und den USA.
1995
stieg Phil Rudd wieder bei AC/DC ein. In dieser Besetzung hat
die Band seither zwei Alben aufgenommen, „Ballbreaker“ (1995)
und „Stiff Upper Lip“ (2000), die eine Mischung aus Blues- und
Hardrock darstellen. Stiff Upper Lip erlangte ebenfalls mehrere
Platin-Auszeichnungen.
Der
Höhepunkt in der Bandgeschichte war die Aufnahme in die Rock and
Roll Hall of Fame in New York im März 2003. Zu diesem Anlass
spielten AC/DC „Highway to Hell“ und „You Shook Me All Night
Long“ zusammen mit Steven Tyler von Aerosmith, der auch die
Laudatio hielt.
2003
spielten AC/DC im Vorprogramm der Rolling Stones auf einigen
Konzerten in Europa und den USA.
Die
Stadt Melbourne in Australien würdigte die Erfolge der Band am
1. Oktober 2004 mit einem eigenen Straßennamen, der ACDC Lane.
Diese liegt in der Nähe der Swanston Street, wo AC/DC auf einem
Tieflader das Video für It's a Long Way to the Top aufnahmen.
Auf dem Straßenschild wurde auch der charakteristische Blitz
verwendet. Ebenso gibt es im spanischen Leganés seit dem 2. März
2000 eine Straße namens Calle de AC/DC.
Im
April 2008 wurden die Arbeiten am Nachfolger von Stiff Upper Lip
offiziell bestätigt. Produziert wird das Album von Brendan
O'Brien und Audio-Engineer ist Mike Fraser. Die Zeitung The Wall
Street Journal berichtete in ihrer Ausgabe vom 9. Juni 2008,
dass das neue Album in den USA exklusiv von Wal-Mart vertrieben
werden wird. Außerdem kündigte die Band eine 18 Monatige
Welttournee ab Oktober 2008 an.[
Die
Karten für die ersten europäischen Tour-Dates wurden am 10.
Oktober 2008 ab 21:00 über eine Internet Plattform zum Kauf
angeboten und waren für die Konzerte in Deutschland innerhalb
von 12 Minuten ausverkauft
Das
neue Album Black Ice ist in Deutschland, Österreich und der
Schweiz offiziell am 17. Oktober und weltweit am 20. Oktober
2008 erschienen. Die erste Singleauskoppelung aus diesem Album –
Rock ’n’ Roll Train – wurde bereits am 28. August 2008
veröffentlicht. Black Ice schaffte es auf Anhieb in 29 Ländern
die Spitze der Albumcharts zu erobern.
|